Turngeräte sind robust gebaut, doch jahrelange Nutzung hinterlässt Spuren. Bei Prüfungen in Schulsporthallen zeigen sich immer wieder ähnliche Schwachstellen. Wer sie kennt, kann gezielt gegensteuern.
Sprungkasten und Bock
Häufig sind die Transportrollen beschädigt oder lassen sich nicht mehr zuverlässig einfahren. Lockere Zwischenteile und abgenutzte Lederbezüge erhöhen zusätzlich das Verletzungsrisiko.
Turnmatten
Eingerissene Bezüge, verrutschte Füllungen und abgelöste Antirutschbeschichtungen gehören zu den häufigsten Befunden. Eine Matte, die auf dem Hallenboden wegrutscht, verliert ihre Schutzwirkung.
Sprossenwände und Reckanlagen
- Gelockerte Wandbefestigungen
- Gesplitterte oder gebrochene Sprossen
- Abgenutzte Spannseile und Bodenhülsen
- Fehlende Abdeckungen an Bodenhülsen
Barren und Ringe
Bei Barren lösen sich Klemmverschlüsse, Holme können Risse aufweisen. An Ringen und Tauen sind ausgefranste Gurte und verschlissene Aufhängungen ein typisches Problem.
Was hilft?
Eine kurze Sichtkontrolle vor jeder Stunde, eine klare Meldekette für Schäden und die jährliche Hauptprüfung durch Fachleute bilden zusammen ein wirksames System. Beschädigte Geräte werden sofort gekennzeichnet und aus dem Unterricht genommen.
Fazit
Die meisten Mängel lassen sich mit überschaubarem Aufwand beheben – wenn sie rechtzeitig entdeckt werden. Regelmäßige Kontrolle ist deshalb die wirtschaftlichste Form der Unfallverhütung.